Ein Pilotprojekt zur digitalen Berufsorientierung (2018–2021)
2019 entwickelte Runak Sabbar (Gründerin und Journalistin) gemeinsam mit ihrem Team die Schüler-App „MEIN DING“. Im Gegensatz zu vielen anderen Beruf-Apps wurde diese App gemeinsam mit Schüler*innen gestaltet. So konnte sichergestellt werden, dass die App wirklich ihre Bedürfnisse und Wünsche trifft.
Wie alles begann: Das Projekt „Vielfalt in Schulen“
Das Bildungsprojekt „Vielfalt in Schulen“ von BASAR bildete die Grundlage für die Entwicklung der Schüler-App MEIN DING. Im Rahmen des Projektes wurden in zahlreichen Gesprächen mit Schüler*innen an unterschiedlichen Schulformen die Fragen gestellt: Wie sie sich wirklich beruflich orientieren? Welche Hürden haben sie? Die Antworten der Schüler*innen zeigten, dass bestehende Angebote oft zu wenig praxisnah und zu wenig an ihre Realität angepasst sind. Aus diesen Erfahrungen entstand die Idee, eine App zu entwickeln, die genau auf ihre Perspektiven eingeht.
Gemeinsam mit Schüler*innen entwickelt
Die App entstand in enger Zusammenarbeit mit 30 Schulen in Niedersachsen. Die Schüler*innen gestalteten Inhalte und Funktionen aktiv mit, testeten die App und gaben immer wieder Feedback. Dadurch wurde ein Tool geschaffen, das für sie tatsächlich hilfreich ist – und nicht nur ein weiteres Angebot, das sie selten nutzen.

Was die App konnte
„MEIN DING“ verband Schüler*innen, Eltern und Unternehmen direkt miteinander. Die App erleichterte den Zugang zu Ausbildungsplätzen, Praktika und Ferienjobs und bot sechs Werkzeuge, die bei den typischen Herausforderungen der Berufsorientierung halfen.

Erfolg trotz Pandemie
Über 500 Unternehmen und zahlreiche Bildungseinrichtungen nutzten die App gemeinsam mit den 30 Schulen. Viele wertvolle Kontakte und Kooperationen entstanden. Leider konnte das Projekt wegen der Corona-Pandemie ab 2020 nicht weitergeführt werden, da die enge Zusammenarbeit erschwert wurde.
Fazit
„MEIN DING“ zeigte, wie Berufsorientierung digital und vor allem gemeinsam mit Jugendlichen gestaltet werden kann. Die aktive Einbindung der Schüler*innen war der Schlüssel zum Erfolg und macht das Projekt bis heute besonders. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen weiterhin in die Bildungsarbeit von BASAR ein.

Bildnachweis aus dem Header: Canva Professional
